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| | PR
Dominik Zeh | | | | Frankenpost,
15. März 2004 | | | Dominik
Zeh liefert Husarenstück Für Hallbergmoos startender Hofer
Ringer bezwingt "Chef" Alexander Leipold im Finale | | | | | | | Für
einen Paukenschlag sorgte der für den Bundesligisten SV Hallbergmoss ringende
Hofer Dominik Zeh bei den deutschen Freistil-Meisterschaften der Senioren in Kleinostheim.
Zeh besiegte im Finale Alexander Leipold vom VfK Schifferstadt mit 4:3. Damit
holte erstmals seit 1954, als Heinz Heller erfolgreich war, ein Hofer einen deutschen
Meistertitel bei den Senioren. | | | "Ich
war gut drauf und habe mir gesagt: Wenn ich das heute nicht packe, wann dann?"
Zeh war gestern noch völlig aufgewühlt, als wir ihn bei der Rückreise
auf der Autobahn am Handy erreichten. Endlich hatte er es geschafft, den "Leipold
zu knacken". Und er war sich seiner Sache schon im Vorfeld sicher. "Ich
habe sogar mit dem Schifferstädter Masseur auf meinen Sieg gewettet."
Im siebenten Himmel fühle er sich jetzt, zumal die Familie Zeh gleich doppelten
Grund zum Jubeln hatte, denn Vater Horst Zeh, der bayerische Landestrainer, gewann
mit dem Bayern-Team auch noch die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. "Das
gibt es doch gar nicht, so etwas war noch die da", sprudelte es aus Dominik
Zeh heraus. | | | | 15
Sekunden vor Schluss des Finalkampfes hatte er gegen Leipold noch mit 2:3 in Rückstand
gelegen, seinen Kontrahenten dann mit einem Beinangriff in eine gefährliche
Lage gebracht und dafür zwei Punkte kassiert. Als wenig später der Schlussgong
ertönte, benötigte der Hofer einige Zeit, bis er realisierte, was er
für ein Husarenstück geschafft hatte. "Ich habe erst einmal auf
die Farbe meines Trikots geschaut und dann auf die Anzeigentafel. Dort war dann
deutlich zu lesen: rot vier Punkte, blau drei Punkte." Erst jetzt war ihm
klar: "Ich bin tatsächlich deutscher Meister im Ringen." | | | | Dass
er als Außenseiter in diesen Kampf gestartet war, kam ihm gelegen. "Ich
konnte die Sache unbeschwert angehen, hatte mir aber vorgenommen, alles zu geben
und habe die verrücktesten Sachen gemacht." Mit Beinangriffen, sonst
nicht gerade seine Spezialität, versuchte er Leipold in Bedrängnis zu
bringen. Der Erfolg gab ihm recht. Da staunten auch die über 1000 Fans in
der Halle, nur fünf Kilometer von Leipolds Heimatort entfernt, nicht schlecht.
"Der größte Teil der Zuschauer wollte natürlich den Alexander
siegen sehen, doch ich habe ihnen einen Strich durch die Rechhung gemacht",
freute sich Dominik Zeh diebisch. | | | | Fünf
Kämpfe hatte er insgesamt in Kleinostheim zu bestreiten. Die ersten beiden
bereiteten ihm keine Probleme. Jeweils nur eine Minute brauchte er für die
10:0-Siege. Im Viertelfinale ging's gegen Florian Dörfler vom ASV Hof, den
er mit 3:0 bezwang. | | | | Im
Halbfinale bekam Zeh mit Ratschonat aus Halle einen schweren Brocken vorgesetzt,
doch auch den räumte er mit einem 3:0-Sieg aus dem Weg. Das ging aber nicht
ohne Blessuren ab. "Es war ein harter Kampf, in dem ich mir eine Platzwunde
am Kopf zuzog, die genäht werden sollte. Das habe ich aber abgelehnt, weil
ich den Finalkampf nicht gefährden wollte. Also wurde die Verletzung geklebt."Trotz
dieses Handicaps holte der Hofer dann zum großen Schlag aus. "Der Alexander
gilt nicht nur in den Medien das Ringer-Idol. Er ist der Chef. Da ich ihn besiegt
habe, bin ich jetzt wohl der Chef." | | | | Raimund
Feldrapp | | |
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